Bundesverbandstag vom 01.06.-03.06.2026 in Straubing

Größter Landesfachverband Deutschlands engagiert sich für eine nachhaltige, sichere und technologieoffene Wärmeversorgung
Straubing / Nordrhein-Westfalen. Mit einer starken Delegation beteiligte sich der Landesfachverband des Schornsteinfegerhandwerks Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit seinen Mitgliedsinnungen am 142. Bundesverbandstag des Schornsteinfegerhandwerks, der vom 1. bis 3. Juni 2026 in der niederbayerischen Gäubodenstadt Straubing stattfand. Rund 1.000 Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger aus ganz Deutschland kamen in der Joseph-von-Fraunhofer-Halle zusammen, um über die Zukunft des Handwerks und die Herausforderungen der Wärmewende zu diskutieren.
Unter dem Leitthema „Heizen mit Holz: natürlich – nachhaltig – effizient“ standen insbesondere die zukünftige Wärmeversorgung sowie der Beitrag moderner Holzenergie und innovativer Biomasseanlagen zum Klimaschutz im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Für den Landesfachverband NRW, den größten Landesverband des deutschen Schornsteinfegerhandwerks, ist die Botschaft eindeutig, die Wärmewende braucht Technologieoffenheit, fachkundige Beratung und praktikable Lösungen für die Menschen vor Ort.
„Das Schornsteinfegerhandwerk begleitet die Energiewende seit Jahren aktiv und kompetent. Wir erleben täglich, dass erfolgreiche Klimapolitik nur dann funktioniert, wenn sie Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit miteinander verbindet. Genau dafür stehen unsere Betriebe in Nordrhein-Westfalen“, betonen die Vertreter des Landesfachverbandes.
Besonders intensiv wurde in Straubing die Rolle des Energieträgers Holz diskutiert. Nachhaltig erzeugte Holzenergie kann einen wichtigen Beitrag zu einer weitgehend CO₂-neutralen Wärmeversorgung leisten. Moderne Biomasseanlagen verbinden hohe Effizienz mit niedrigen Emissionen und ergänzen den notwendigen Technologiemix für die Wärmewende.
Die Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger verstehen sich dabei nicht nur als Experten für Betriebs- und Brandsicherheit, sondern zunehmend auch als Energieberater, Klimaschützer und unabhängige Ansprechpartner für Hauseigentümer. Mit ihrem Fachwissen unterstützen sie Bürgerinnen und Bürger bei der Auswahl geeigneter Heizsysteme und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der energiepolitischen Ziele.
Neben den fachlichen Diskussionen bot der Bundesverbandstag auch zahlreiche traditionelle Höhepunkte. Dazu gehörten die feierliche Weihe der ersten Verbandsfahne des Bundesfachverband in der Straubinger Karmelitenkirche sowie der anschließende Festumzug zum Herzogschloss. Politische Impulse setzte unter anderem Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, der die Bedeutung regionaler Wertschöpfung, heimischer Energieträger und eines technologieoffenen Ansatzes für die Energieversorgung hervorhob.
Für die nordrhein-westfälischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer war der Bundesverbandstag erneut ein starkes Signal für den Zusammenhalt des Berufsstandes und die Zukunftsfähigkeit des Handwerks.
„Wir sind längst mehr als das traditionelle Schornsteinfegerhandwerk. Wir sind Partner der Energiewende, Berater für Energieeffizienz und Garant für Sicherheit. Darauf können wir stolz sein. Die Wärmewende braucht Kompetenz und sie braucht das Schornsteinfegerhandwerk.“
Mit zahlreichen neuen Impulsen, fachlichen Erkenntnissen und einem gestärkten Gemeinschaftsgefühl kehrten die Delegierten aus Nordrhein-Westfalen zurück. Der Landesfachverband und seine Mitgliedsinnungen werden die gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um die Interessen des Handwerks weiterhin engagiert zu vertreten und die Zukunft der Wärmeversorgung aktiv mitzugestalten.
Ein besonderer Dank gilt den bayerischen Kolleginnen und Kollegen für die hervorragende Organisation und die herzliche Gastfreundschaft während der gesamten Veranstaltung. Mit viel Engagement, Liebe zum Detail und gelebter Tradition haben sie einen Bundesverbandstag ausgerichtet, der fachlich wie menschlich in bester Erinnerung bleiben wird. Der stimmungsvolle bayerische Festabend zum Abschluss sowie das gesellige „Zammsitzen“ boten Gelegenheit für persönliche Gespräche, neue Kontakte und den Austausch über Ländergrenzen hinweg. Gerade diese Gemeinschaft und Kollegialität machen die Stärke des Schornsteinfegerhandwerks aus.








