Neujahrsbesuch beim Mininsterpräsidenten NRW Hendrik Wüst

Neujahrsempfang beim Ministerpräsidenten NRW: Schornsteinfegerhandwerk als unverzichtbarer Partner für Sicherheit, Brandschutz und Energiewende.

Unter dem Leitmotiv „Jeder Neuanfang – ist jetzt“ eröffnete Ministerpräsident Hendrik Wüst den diesjährigen Neujahrsempfang der Landesregierung Nordrhein-Westfalen. Der Empfang bot nicht nur einen feierlichen Rahmen zum Jahresauftakt, sondern auch die Gelegenheit für einen intensiven Austausch zwischen Politik und Handwerk.

Mit einer persönlichen Note sorgte der Ministerpräsident für ein Schmunzeln, seine vierjährige Tochter glaubt fest an die Glücksbringer, ein Symbol, das besonders beim Schornsteinfegerhandwerk auf große Sympathie stößt. Gleichzeitig dankte Hendrik Wüst ausdrücklich dem Schornsteinfegerhandwerk für seinen täglichen Beitrag zu Sicherheit, Klimaschutz und Energieeffizienz in Nordrhein-Westfalen.

Für das Schornsteinfegerhandwerk nutzte Landesinnungsmeister Dirk Franck die Gelegenheit, um klare und zugleich konstruktive Worte an die Politik zu richten. Er begrüßte die wertschätzenden Signale aus der Landesregierung, machte jedoch deutlich, dass es nun darauf ankomme, politischen Worten auch konkrete Taten folgen zu lassen. Entscheidend sei eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, die die fachliche Expertise des Handwerks ernst nimmt und aktiv einbindet.

Ein zentrales Anliegen des Schornsteinfegerhandwerks bleibt der Brandschutz im gewerblichen Dunstabzugsbereich. In den meisten Bundesländern ist es bereits gelebte Praxis oder politischer Konsens, dass Schornsteinfeger hier eine stärkere Rolle übernehmen sollen. Angesichts zunehmender Brandereignisse in Gastronomie und Gewerbebetrieben betont das Handwerk, dass fachkundige Überprüfung, regelmäßige Kontrolle und dokumentierte Sicherheit unverzichtbar sind. Der Schutz von Menschenleben, Betrieben und Einsatzkräften muss stets Vorrang haben.

Kritisch äußerte sich das Schornsteinfegerhandwerk in diesem Zusammenhang zur Endbürokratisierung dort, wo sie zu Lasten der Sicherheit geht. Bürokratische Vereinfachungen dürfen nicht dazu führen, dass bewährte Kontrollmechanismen abgeschafft oder Zuständigkeiten unklar werden. Wo Sicherheit, Brandschutz und Prävention betroffen sind, braucht es klare Regeln, nachvollziehbare Zuständigkeiten und qualifizierte Fachbetriebe – nicht weniger, sondern die richtige Bürokratie.

Darüber hinaus unterstreicht das Schornsteinfegerhandwerk seine Rolle als starker Ansprechpartner in der Energiewende. Ob Heizungsmodernisierung, Energieberatung oder die Begleitung neuer Technologien: Schornsteinfeger sind vor Ort, neutral, qualifiziert und genießen hohes Vertrauen in der Bevölkerung. Dabei spielen Sicherheit und qualifizierte Datenaufnahme eine zentrale Rolle. Die im Rahmen der hoheitlichen Tätigkeiten erhobenen Daten liefern eine verlässliche Grundlage für energiepolitische Entscheidungen, Fördermaßnahmen und eine realistische Einschätzung des Gebäudebestands, stets unter Berücksichtigung von Datenschutz und Verbraucherschutz.

Im Rahmen des Neujahrsempfangs überreichten der Vorstand für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Paul Giebeler sowie der Geschäftsführer der Schwazze Kääls, Andreas Peeters (Vizepräsident des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks u. Ehrenlandesinnungsmeister), den diesjährigen Sessionsorden der Schwazze Kääls an das Ehepaar Wüst das im vergangenen Jahr zu Ehrenschornsteinfeger ernannt wurden. Gemeinsam mit dem Bäckerhandwerk erlebte das Schornsteinfegerhandwerk einen gelungenen Neujahrsbesuch, der eindrucksvoll zeigte, wie wichtig der Schulterschluss der Handwerksbranchen ist. Handwerk steht für regionale Wertschöpfung, Ausbildung, Sicherheit und Zukunft – und ist damit ein unverzichtbarer Partner für Politik und Gesellschaft.

Das neue Jahr beginnt mit klaren Erwartungen, aber auch mit großer Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Jeder Neuanfang ist jetzt – und das Schornsteinfegerhandwerk ist bereit, Verantwortung zu übernehmen.