Bericht in der Lokalzeit Bonn zum Thema Ausbildung im Schornsteinfegerhandwerk

Nachwuchsboom im Schornsteinfegerhandwerk – steigende Ausbildungszahlen in Nordrhein-Westfalen
Thema in der WDR Lokalzeit Bonn: Vertreter des Handwerks berichten überwachsende Nachfrage nach Ausbildungsplätzen
Nordrhein-Westfalen / Bonn. Das Schornsteinfegerhandwerk in Nordrhein-Westfalen verzeichnet einen deutlichen Zuwachs an Nachwuchskräften. In der Sendung WDR Lokalzeit Bonn wurde das Thema kürzlich im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern des Handwerks aufgegriffen. Moderatorin Sonja Fuhrmann begrüßte dazu unter anderem das Vorstandsmitglied des Landesfachverband des Schornsteinfegerhandwerks Nordrhein-Westfalen Paul Giebeler im Studio.
Vor Ort im Betrieb berichteten Marcus Esch, Schornsteinfegermeister und Energieberater sowie Vorstand Berufsbildung der Schornsteinfeger-Innung Köln, und Paul W. Giebeler, Schornsteinfegermeister und Energieberater sowie Vorstandsmitglied im Landesfachverband NRW und Vorstand für Gütesiegel, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Schornsteinfeger-Innung Köln.
Die aktuellen Zahlen zeigen eine deutlich positive Entwicklung bei der Ausbildung im Handwerk. Während im Jahr 2023 noch 399 Auszubildende in Nordrhein-Westfalen registriert wurden, stieg die Zahl 2024 auf 609 und 2025 auf 650. Allein im Jahr 2024 wurden rund 29 Prozent mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen. Auch bei den Bewerbungen setzt sich der Trend fort: Für das Ausbildungsjahr 2026 liegen derzeit etwa 75 Prozent mehr Bewerbungen vor als im Vorjahr.
Einen wichtigen Beitrag zu dieser Entwicklung leistet die bundesweite Nachwuchskampagne „Komm ins Team Schwarz“. Sie bietet eine zentrale Plattform für Ausbildungs- und Praktikumsplätze, ermöglicht eine direkte Bewerbung bei Betrieben und sorgt mit einer starken Social-Media-Präsenz für mehr Sichtbarkeit des Handwerks. Gleichzeitig unterstützt die Initiative Betriebe und Schulen bei der Nachwuchsgewinnung.
Besonders gefragt sind Praktika als Einstieg in den Beruf. Seit mehreren Jahren steigt die Zahl der entsprechenden Anfragen kontinuierlich. Das Schornsteinfegerhandwerk präsentiert sich dabei zunehmend als moderner und vielseitiger Beruf mit Zukunftsaussichten – von Energieberatung und Lüftungstechnik über Brandschutz bis hin zu Aufgaben im Bereich Klimaschutz.
Auch akademische Weiterbildungsmöglichkeiten gewinnen an Bedeutung. So können sich Absolventinnen und Absolventen beispielsweise im Studiengang „Erneuerbare Energien“ an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg weiterqualifizieren und einen Bachelor of Science erwerben.
Das Fazit der Beteiligten: Das Schornsteinfegerhandwerk entwickelt sich zunehmend zu einem attraktiven Zukunftsberuf mit breitem Aufgabenspektrum – weit über das traditionelle Bild des Glücksbringers hinaus. Als Energieexperten, Klimaschützer und Sicherheitsfachleute leisten Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zur Sicherheit in Gebäuden.





